Katzenfutter – Mythen und Gefahren

Spätenstens im höheren Alter einer Katze machen sich Fehlentscheidungen der Ernährung und im Kauf oder der Herstellung von Katzenfutter bemerkbar und wirken sich maßgeblich auf ihr Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Nicht zu unterschätzen sind beim Katzenfutter vor allem zwei Faktoren: Was bekommt die Katze und wie oft bekommt sie es?

 

Katzenfutter Mythos 1 – Hungertage

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„Ein Hungertag kann nicht schaden – gerade bei einer dicken Katze“ ist eine völlig falsche Auffassung und kann vielleicht beim Menschen was bringen, bei den Kätzchen aber kann sich das auf die Nieren auswirken. Hier ist dann eher was in Puncto WAS die Katze isst falsch.

 

Im Vergleich zur wilden Katze leben Hauskatzen oft 2,5 mal so lang (Einer wilden Katze werden in etwa 5-7 Lebensjahre vorhergesagt, Hauskatzen 10-20 Jahre). Mitunter ein Grund dafür ist die unregelmäßige Ernährung und das im Verhältnis zur Bewegung entstehende Kaloriendefizit bei wilden Katzen. Dadurch bekommen sie weniger und unregelmäßiger Nährstoffe zugeführt und sind ergo auch anfälliger für Krankheiten – und dem frühen Tod.

 

Sollte eine Katze dicker und dicker werden sollte man auf keinen Fall einen Tag in der Woche die Essensausgabe streichen, sondern entweder auf kleinere Portionen umsteigen oder überdenken WAS die Katze an Futter zu essen bekommt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass sie genug Möglichkeiten zur Bewegung hat.

 

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Katzenfutter Mythos 2 – Rohes Katzenfutter ist ungesund.

Nein, ist es ganz und gar nicht. Es ist wichtig für die Nährstoffaufnahme und obendrein für den Verdauungsapparat. Bekommt eine Katze nur gekochtes (sozusagen „vermenschlichtes“) Futter, wird der natürliche Verdauungsvorgang und die Organe unterfordert und können das Futter weder in dem richtigen Maße verarbeiten, noch die Nährstoffe aufnehmen. Durchfälle und andere unschöne Begleiterscheinungen sind auf lange Sicht garantiert. Achten Sie darauf, dass ihre Katze rohes, auf Ihren Magen angepasstes Katzenfutter bekommt. Oder haben Sie schon jemals eine Katze gesehen, die ihre gefangenen Mäuse kocht?

 

Katzenfutter Mythos 3 – Trockenfutter / Nassfutter

 

 Stichwort Trockenfutter:

Das sogenannte Trockenfutter ist für Katzen leider alles andere als artgerecht und somit nicht zu empfehlen. Denn in Trockenfutter (auch TroFu genannt), befindet sich keinerlei Flüssigkeit. Katzen trinken aber aufgrund ihrer Evolution (Sie kommen ursprünglich aus Wüstengegegenden) weniger, da sie etwa 90% ihres Flüssigkeitsbedarfs aus der Nahrung bekommen. Um 10 Gramm Trockenfutter aufquillen zu sehen benötigen sie 40 Milliliter Wasser. Das ist das vierfache an Wasser (!) – das sollte einem zu denken geben. Denn es zeigt, dass Trockenfutter der Katzer eine Unmenge Wasser entzieht, worauf die Katze entweder garnicht reagiert oder viel mehr „nachtrinkt“. Das wiederrum ist schlecht für die Nieren, sie sind nicht darauf ausgelegt diese Menge an Wasser zu verarbeiten. Nierenschäden sind auf lange Zeit die Folge. Zusätzlich sind in Trockenfutter eine Menge schädliche Stoffe enthalten, die der Körper der Katze garnicht aufspalten und verarbeiten kann. Unter ihnen sind vor allem Mehle & Zucker, Dinge, die die Katze in der Natur garnicht zu Gesicht bekäme und sie ergo auch nicht verarbeiten kann.

 

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass Katzen nach einer gewissen Zeit Trockenfutter gar kein Nassfutter mehr zu sich nehmen wollen, da sich durch Kohlenhdydrate und Zucker ein Gewöhnungseffekt einstellt.

 

Es empfiehlt sich also, auf Feuchtfutter umzusteigen. Dieses sollte einen gut deklarierten Fleischanteil von mind. 65% (gerne mehr) enthalten und keinerlei Zusätze wie Zucker oder Getreide aufweisen. Hier kommt es auch auf die Marke an. In der Regel sind die meisten Supermarktfuttersorten (wie Felix, Sheba und auch Whiskas) nicht empfehlenswert und weit von den Ernährungsbedürfnissen eines Fleischfressers entfernt.

 

 Katzenfutter im hohen Alter

Ab etwa dem 10. bis 12. Lebensjahr machen sich Veränderungen im Bereich des Stoffwechsels bemerkbar. Katzenfutter trägt unter anderem dazu bei. Die meisten Katzen haben mit Belastungen im Bereich der Nieren und der Leber zu tun. Spezielles Katzenfutter kann diese Organe entlasten. Wichtig wäre ein Vorabcheck beim Tierarzt, damit Sie wissen, wie es um die Nieren- und Leberwerte steht. Auch wäre ein Überprüfen der Zähne sinnvoll. Ein schlechtes, gar schmerzendes Gebiss wird die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen und dadurch auch den Organen zusetzen.

 

Leber und Niere werden am Besten entlastet, indem man Überschüsse an Vitamin A und besonders Phosphor meidet. Achten Sie auch auf eine salzarme Ernährung, das beugt Herz-Kreislaufproblemen vor (damit heißt es Adé zu Schinken und Leber da hoher Gehalt an Vitamin A und Kupfer). Auch sollte man versuchen die Zuckerzufuhr so weit wie möglich zu reduzieren.

 

Es gibt mittlerweile viele Marken, die Katzenfutter abgestimmt auf ältere Katzen anbieten.

 

Katzenfutter Mythos 4 – Katzenmilch

„Katzen und Milch“ sind als Zusammensetzung in unseren Köpfen so verbunden wie „Huhn und Ei“. Dabei führt der Genuss von zu viel Vollmilch bei Katzen zu Durchfall, denn sie können (so wie mittlerweile ein erehblicher Teil der Bevölkerung) den Lactose, den Milchzucker nicht verstoffwechseln, da ihnen das notwendige Enzym „Lactase“ fehlt. Lactase ist ein Enzym, das nur dann vom Körper gebildet wird, wenn es benötigt wird, beziehungsweise wird das Enzym Lactase nur dann produziert, wenn das Substrat Lactose auch vorhanden ist.

 

Für die Katzen bedeutet das, am Besten keine herkömmliche Vollmilch zu trinken, sondern auf für Katzen abgestimmte Katzenmilch umzusteigen. Damit kann man sicherstellen, dass die Katze den gleichen Genuss mit weniger Beschwerden erlebt.

 

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Katzenfutter Mythos 5 – Vegane Katzenernährung

..ist nichts anderes als Tierquälerei in meinen Augen. Die Katze ist ein Fleischfresser, und alle Organe sind darauf abgestimmt. Im Vergleich zum Hund ist die Katze kein Allesfresser. Sie braucht also das Fleisch unbedingt. Vegetarier oder Veganer, die sich aufgrund ihrer Überzeugung nicht überwinden können, sollten sich keine Katze zulegen.

 

Denn Fleisch ist einer der wichtigsten Bestandteile im Katzenfutter. Dadurch bekommt die Katze das für sie so wichtige Eiweis, und es sollte im hohen Maße zur Verfügung stehen. Die Besten Fleischsorten sind Rind-, Schaf-, Schwein- und Geflügelfleisch. An diesem Punkt nochmal etwas zur Rohfütterung: In rohem Fleisch sind die Nährstoffe in unveränderter Form enthalten. Das ist überaus gut! Man muss aber aufpassen auch qualitativ hochwertiges Fleisch dafür zu nehmen, welches auch für den menschlichen Verzehr beim Metzger des Vertrauens gekauft wurde. WICHTIG: Geflügel- sowie Schweinefleisch dürfen niemals roh verfüttert werden. Geflügelfleisch kann mit Salmonellen belastet sein und Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus (Erreger der Pseudotollwut) enthalten, welches bei Katzen mitunter zum Tod führen kann. Diese Fleischsorten müssen deshalb unter allen Umständen ordentlich durchgebraten oder durchgegart sein. Danach sind sie in Maßen ideales Katzenfutter.

 

Das optimale Katzenfutter

Wenn die Katzen es könnten, würden sie Mäuse kaufen. Jeden Tag. Denn Mäuse beinhalten alles, was die Katze zum Überleben braucht: Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe, und das noch in perfekter Zusammensetzung.

 

Darum ist es wichtig, dass die Ersatzkost, die wir Menschen den Kätzchen vorsetzen, dieser Naturkost so weit es geht entspricht. Dann is(s)t die Katze gesund – und bleibt es auch. Wie jedes andere Lebewesen (uns eingeschlossen) braucht sie die Nährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett, die sie über die Nahrung aufnimmt, als Energielieferanten. Damit wird sichergestellt, dass die Körpertemperatur konstant bleibt, sich die Katze Bewegen kann, die Verdauung funktioniert, das immunsystem aufrecht bleibt, das Wachstum voranschreitet etc.

 

Am wichtigsten: Protein im Katzenfutter

Die von der Katze so geliebte Maus besteht (neben Wasser) zum großen Teil aus Eiweiß/Protein. Sie ist eigentlich das optimalste Katzenfutter. Dieser Nährstoff spielt im Energiestoffwechsel der Katze eine besonders tragende Rolle, darum ist ihr Proteinbedarf viel höher als etwa der eines Hundes. Das ist ein weiterer Grund weshalb Hundefutter nicht auf den Katzenteller gehört. Die Eiweiße bestehen aus komplexen Eiweißmolekülen, die sich aus den so genannten Aminosäuren zusammensetzen. Rund 20 verschiedene Aminosäuren sind es, die im tierischen Organismus die Proteine bilden. Dabei ist es egal ob bei Maus, Katze, Rind oder Huhn. Die meisten Aminosäuren werden vom Organismus der Katze selbst hergestellt. Aber es gibt auch welche die über die Nahrung aufgenommen werden. Das macht sie zu den „essentiellen“ Aminosäuren. Hauptsächlich sind es Taurin und Arginin. Auf einen Mangel dieser Aminosäuren reagieren die Katzen sehr empfindlich. So kann ein Taurinmangel (welcher zum Beispiel durch zu viel pflanzliche Ernährung verursacht wird), zu Sehschwäche und Herzkrankheiten führen.

 

Die Qualität vom Eiweiß hängt meist von zwei Faktoren ab: Menge und Zusammensetzung der Aminosäuren muss stimmen, des weiteren muss es gut verdaulich sein. Sonst kann Protein – wie etwa das von Knorpeln oder Sehnen – nicht rechtzeitig im Dünndarm abgebaut und aufgenommen werden, und gelangt so in den Dickdarm, wo durch einen bakteriellen Abbau ungünstige Stoffwechselprodukte entstehen. Die hochwertigen Quellen von Eiweiß sind: Muskelfleisch von Geflügel und Rind, Fisch und Milchprodukte.

 

 

Fette und Öle im Katzenfutter

Der zweitwichtigste Liferant für Energie sind Fette. Zudem stellt Fett essentielle Fettsäuren zur Verfügung, die der Katzenorganismus nicht selbst herstellen kann. Darunter ist die Linolsäure und die Arachidonsäure. Sie werden zum Aufbau von Substanzen mit wichtigen Regulationsfunktionen benötigt. Besonders die Arachidonsäure findet sich in tierischen Fetten, und da vor allem beim Fisch. Die Linolsäure wiederum findet sich in der pflanzlichen Nahrung, zum Beispiel im Maiskeimöl.

 

Fett hat den höchsten Brennwert. Das bedeutet, dass in einem Gramm Fett mehr Energie enthalten ist als in einem Gramm Eiweiß. In Eiweiß wiederum ist mehr Energie enthalten als in einem Gramm Kohlenhydrate. Fett hat noch eine weitere Funktion: Sie ermöglichen die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Und: Sie sind Geschmacksträger. Trotzdem ist Fett durch seinen hohen Brennwert nur in Maßen zu genießen. Ein Fettgehalt von 20 bis 45 Prozent im Katzenfutter wäre optimal.

 

Katzenfutter bestimmt das Wohlbefinden und beeinflusst die Lebenszeit einer jeden Katze. Das richtige Katzenfutter zu finden ist daher wichtig. Ich habe mit Catz finefood Katzenfutter die besten Erfahrungen gemacht. Viele Tierärzte empfehlen es ebenfalls, da es gluten- und zuckerfrei ist.

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No-Go’s beim Katzenfutter

Katzen sind von Natur aus vorsichtig wenn es an neue Speisen herangeht. Sie werden daher selten etwas in sich hineinstopfen was für sie Unbekömmlich ist. Doch oft ist ein vermeintlich gutes Stück Futter mehr Schein als Sein. Dann kann sogar das Probieren ein echtes Risiko darstellen..

 

Vermeiden Sie als “ Katzenfutter „

Essensreste, die stark gesalzen oder gewürzt wurden.

Konserven und Fischmarinaden

geräuchertes Fleisch aller Art.

rohes Schweinefleisch, (Gefahr einer Infektion mit dem Aujeszky-Virus)

roher oder grätiger Fisch

rohes Geflügelfleisch (Gefahr einer Salmonellen-Infektion)

Knochen. Es dürfen keinesfalls Knochen oder Splitter im Fleisch enthalten sein. Alles Spitze kann den Gaumen verletzen oder mitunter im Hals stecken bleiben.

Zwiebeln aller Art, sowie Lauch oder Schnittlauch. Sie enthalten giftige Substanzen. Gerade Schnittlauch wird in der Not als Katzengrasersatz verwendet. Achten Sie darauf.

Kohl und Hülsenfrüchte aller Art sind nicht verdaulich

Katzen schmecken keine Süße. Süßigkeiten oder Süßspeisen werden von Katzen deshalb nur zwecks des Fettes gegessen. Süßes ist schlecht für die Zähne und die Verdauung. Alkohol kann der Körper so gut wie garnicht abbauen.

 

Oben Genanntes ist kein Katzenfutter sondern ein Garant für weniger Wohlbefinden der Katze und bei längerem Missbrauch einhergehende Krankheiten.

 

Katzenfutter selber kochen

Ich hab hier ein nützliches Video gefunden, wie man sehr schnell und einfach sich das Katzenfutter selber kochen kann. Sehr interessant :-)

 

Gefährliche Zimmerpflanzen

Die schönen Pflanzen am Fensterbrett haben für Katzen einen besonderen Unterhaltungswert. Und das kann das leibliche Wohlbefinden der Katze maßgeblich beeinflussen und bis hin zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen. Hier eine umfangreiche Datenbank, in der man sich schlau machen kann:

Website von Botanikus.de

 

Man sollte es bei Unsicherheit bezüglich einer Pflanze nicht drauf anlegen. Es empfiehlt sich auch vermeintlich ungiftige Pflanzen Zuhause abzuduschen. Auch in Gärtnereien, Baumärkten, Blumenhandlungen werden oft routinemäßig Pestizide gesprüht. Das gilt auch für Katzengras.

 

Risiko: Schneckenvernichtungsmittel

Wenn eine Katze auf der Jagd auch durch Nachbargrundstücke geht oder ihr Revier auf umliegende Felder ausdehnt, kann sie mit Schneckenvernichtungsmittel (kurz: Schneckenkorn) in Berührung kommen. Das größte Problem hierbei ist: Das tögliche Gift schmeckt gut, dadurch sind Todesfälle leider nicht selten. Bei den allerersten Symptomen – Speicheln, Zittern, krampfartigem Erbrechen – suchen Sie bitte sofort einen Tierarzt auf. Dieser kann bis zu einer Stunde nach der Giftaufnahme die Wirkung des Gifts durch Brechmittel oder einem Auspumpen des Magens reduzieren und damit der Katze das Leben retten.

 

Katz und Hund am gleichen „Tisch“?

Lebt die Katze mit einem Hund zusammen, kann es vorkommen, dass beide mal die Näpfe tauschen. Sofern das nicht ständig passiert, ist das kein Problem. Passiert das aber oft oder über längere Zeit, wird zwar keiner der Beiden gleich tot umfallen, aber der Hund wird aufgrund seines vielgeringeren Proteinbedarfs durch das Katzenfutter ziemlich zunehmen, während die Katze mit der Zeit unter erheblichen Mangelerscheinungen leiden wird. Hier sollte man also darauf achten, das beide wissen aus welchem Napf sie zu essen haben.